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Neuseser Wehr freut sich auf die Floriansjünger von morgen

Für die Freiwillige Feuerwehr Neuses gab es bei ihrer Jahreshauptversammlung im Schulungsraum gleich mehrfachen Grund zur Freude.
 
Vorsitzender Michael Zwingmann blickte in seinem Jahresbericht auf ein ebenso arbeits- wie ereignisreiches Vereinsjahr zurück. Der Verein hat derzeit 327 Mitglieder. Erneut hatte die Wehr an einer Reihe weltlicher und kirchlicher Feste teilgenommen beziehungsweise diese gestaltet. „Wichtig für einen stabilen Verein ist die Jugendarbeit als lebenserhaltender Bestandteil“, zeigte er sich sicher. Deshalb freute es ihn besonders, dass man 2016 im Rahmen der von der Wehr ausgerichteten Neusiche Kerwa eine Kinderfeuerwehr habe gründen können. Ein weiteres Highlight bei der Kerwa war das erste eigens hierfür gebraute Neusiche Kerwabier sowie - erstmals seit Jahrzehnten - der Auftritt des Flößers im Himmel mit Hans Schrepfer und Andi Grune. Auch 2016 wurde in die Ausrüstung der Aktiven investiert - so in eine Signalwarnanlage auf die 11/1 in Höhe von 2.000 Euro sowie eine Wärmebildkamera in Höhe von 2.500 Euro. 2017 stehen neben den bewährten Veranstaltungen insbesondere die Durchführung des Floriantages wie auch die Besichtigung der Wehr an.
Laut Kommandant Andreas Höfner verfügt die Wehr mit Stand 31.12.2016 über 41 Dienstleistende, davon zwei Jugendliche. Zum 1. Januar 2017 hat Michael Keppel die aktive Mannschaft und die Atemschutzgruppe personell verstärkt. 2016 wurden zahlreiche Dienst- und Ausbildungsveranstaltungen durchgeführt, darunter auch eine große Alarmübung bei der Firma MAI mit mehreren Feuerwehren und der Unterstützungsgruppe UG-ÖEL aus Steinbach am Wald. Insgesamt kamen bei der Übung 17 Fahrzeuge mit 120 Feuerwehrdienstleistenden zum Einsatz. Als Höhepunkt 2016 stellten sich drei Gruppen erfolgreich der Leistungsprüfung Wasser von der Stufe 1 bis zur Endstufe 6. Man war bei insgesamt 15 Einsätzen unterwegs: fünf im abwehrenden Brandschutz, sechs im technischen Hilfsdienst und vier Sicherheitswachen. Mehrere Kameraden absolvierten Lehrgänge. Für ihre 20 Jahre anhaltende Treue zur Wehr bedankte er sich bei den Kameradinnen Sandra Bernschneider, Simone Wiedel und Carmen Höfner. Atemschutzbeauftragter Alexander Horn berichtete von einem Einsatz unter schwerem Atemschutz: der Brand in einem Mehrfamilienwohnhaus in Neuses. Derzeit hat man 16 Atemschutzgeräteträger. 2016 wurden elf Atemschutzübungen abgehalten. Alle Geräteträger besuchten die Atemschutzübungsanlage in Kronach.
Voll des Lobes zeigte sich Kinderfeuerwehr-Leiter Valentin Piontek über den Eifer seiner Lösch-Frösch. Die offizielle Gründung fand am 3. September statt. Inzwischen zählt man 19 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. 2016 hielt man elf Übungen ab. 2017 stehen verschiedene Highlights an - zum Beispiel eine Übernachtung im Feuerwehrhaus, ein Ausflug nach Geiselwind sowie die Kinderfeuerwehr-Olympiade. Laut Jugendwart Dominik Müller wurden die Jugendlichen in den aktiven Übungsdienst übernommen. Die Zielsetzung für 2017 ist eine Erhöhung der Mannschaftsstärke. 2017 stehen viele Übungsstunden, Wettkämpfe und Ausflüge an. Ein großer Dank galt der Theatergruppe Neuses, die wieder eine hohe Summe für die Jugendkasse gespendet habe. Kassier Andreas Eidloth gab einen Einblick in die finanzielle Lage. Die Kassenprüfer Jürgen Fehn und Jürgen Schmidt bescheinigten eine einwandfreie Buchführung. 
„Ein bewegtes Jahr mit vielen Herausforderungen liegt hinter uns“, erklärte Landrat Klaus Löffler. Für die Bevölkerung sei es ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass man sich auf die Kompetenz der Wehren verlassen könne. 2016 seien die Wehren im Landkreis bei 1.400 Einsätzen unterwegs gewesen. Die Politik könne nur den Rahmen bilden - so mit dem Bau des Feuerwehrhauses und der Atemschutzübungsanlage in Kronach. Dem schloss sich Kronachs 3. Bürgermeister Markus Wich an. Erfreulicherweise liege man derzeit etwas unter den veranschlagten Kosten, wobei gut 40 Prozent der Aufträge vergeben seien. Der Wehr dankte er für ihren großartigen Dienst, der nicht hoch genug gewürdigt werden könne. „15 Einsätze bedeutet 15 Mal Hilfe für Menschen, die alleine nicht klargekommen wären“, würdigte KBR Joachim Ranzenberger, der die Wehr als großen Aktivposten bezeichnete. Die Kinderfeuerwehren im Landkreis mit über 200 Kindern liefen sehr gut. Namens aller Neuseser Vereine lobte Winfried Lebok, Vorsitzender des Vereins für Kulturpflege Neuses, die sehr gute Zusammenarbeit mit der Wehr. Heinz Kempf trug ein Gedicht vor. hs  
Ehrungen bei der Neuseser Wehr
Für 25-jährigen aktiven Dienst wurde Martin Rademacher  mit dem Staatlichen Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Eine hohe Ehre wurde KBM Roland Schedel zuteil, der mit dem Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold ausgezeichnet wurde.
Neuses- Die Ehrung von Rademacher wurde von Landrat Klaus Löffler vorgenommen, während Schedel von KBR Joachim Ranzenberger sowie KBI Matthias Schuhbäck ausgezeichnet wurde. Ranzenberger war es eine große Ehre, mit Schedel einen Kameraden zu ehren, der sich weit über seinen normalen Dienst hinaus einsetze. Dabei sei er nicht nur in der Neuseser Wehr als 2. Vorsitzender ein großer Aktivposten, sondern auch als Mitglied der Kreisbrandinspektion, wo er seit über zehn Jahren Kreisbrandmeister sei. Schedel, der lange Jahre insbesondere im Jugendbereich sehr aktiv gewesen sei, obliegt der Fachbereich nichttechnische Ausbildung. So ist er Leiter des Fachbereichs „Führungsausbildung“, Leiter der Truppführerausbildung und der Fortbildung für Gruppenführer, Leiter des Fachbereichs 3 (Ausbildung), Schiedsrichter, Koordinator der Motorsägenausbildung, Verantwortlicher für Ausbildungsunterlagen, Schriftführer und Archivar der Kreisbrandinspektion. Auch im Bereich Digitalfunk bringt er sich sehr ein.

Bericht und Bilder: Heike Schülein